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Triathlon-Team-Witten e.V.

Intern

27.02.2010

Nicht aufgegeben

Das heutige Auswärtsspiel war theoretisch das schwerste Spiel der Saison – wir traten auswärts beim Tabellenführer an. Trotzdem fuhren wir ohne Ehrfurcht nach Schwelm, da wir im Hinspiel lange Zeit gegen diese junge (im Schnitt ist das Team ca. 19 Jahre alt), aber körperlich sehr starke Mannschaft mithalten konnten. Nur durch ein schwaches letztes Viertel verloren wir damals noch relativ deutlich (44:60). Die 44 erzielten Punkte im Hinspiel markierten unsere schlechteste Offensivleistung in dieser Saison. Das zeugt von einer guten Verteidigung der Schwelmer, die im Schnitt 66 Punkte pro Spiel zulassen (drittbeste Defense der Liga). Da auch unsere Defense mit 67 zugelassenen Punkten pro Spiel zur Ligaspitze gehört, deutete alles am heutigen Nachmittag auf ein intensives, aber eher punktarmes Spiel.

Wir kamen mit viel Schwung in die Partie. Wie schon im vorherigen Spiel gegen Freudenberg legten wir ein sehr hohes Tempo vor, so hoch, dass die Schwelmer zunächst sichtlich überrascht waren. Den Großteil unserer Punkte erzielten wir in der „Early Offense“, also bevor sich die gegnerische Verteidigung sortieren konnte. Unglücklicherweise verletzte sich Capitän Ulf Winkelmann gegen Ende des ersten Viertels am Knie – ein schwerer Verlust ausgerechnet im heutigen Topspiel. Wegen einer Verdrehung an der gleichen Stelle hatte Ulf im vergangenen Jahr einige Monate aussetzen müssen – bleibt nur, gute Besserung zu wünschen und zu hoffen, dass es diesmal nicht so ernst ist. Wir beendeten das erste Viertel beim Stand von 16:21 zu unseren Gunsten.

Mit unvermindertem Drang nach vorne ging es weiter. Wir nutzten wann immer möglich unsere Fast-Break-Chancen und konnten uns im zweiten Viertel zeitweilig mit 9 Punkten absetzen (24:33, 6. Minute). Schwelm stellte nun auf eine Zone um und konterte mit einem kurzen 7:0-Run, sodass unsere Führung zur Halbzeit nur noch 4 Punkte betrug (31:35). Die Stimmung in der Kabine war ruhig und konzentriert. Uns war klar, was heute möglich war und Coach Colak stärkte unsere Zuversicht, heute beim Tabellenführer als Sieger vom Platz gehen zu können.

Auch im dritten Viertel gingen wir zunächst zügig aber konzentriert zu Werke und es glückte, den alten Vorsprung von 9 Punkten wiederherzustellen (32:41, 3. Minute). Leider schafften wir es in der Folge nicht, den 2,03m großen gegnerischen Center Vidovic aus unserer Zone zu halten. Ihm gelangen in dieser Phase einige Offensivrebounds, die er entweder direkt oder zumindest an der Freiwurflinie in Punkte verwandelte.

Wir punkteten in der zweiten Hälfte des dritten Viertels nur noch durch Freiwürfe – von außen trafen wir gegen die intensive 3-2-Zonenverteidigung der Gäste nicht mehr. Wir verwerteten von der Linie zwar mit guter Quote, konnten den Vorsprung aber nicht halten und lagen zum Viertelende plötzlich mit 3 Punkten hinten.

Im letzten Viertel gingen wir zunächst noch einmal in Führung (52:53, 1. Minute), bevor Schwelm den Vorsprung zurück eroberte. Das Spiel war während des gesamten 4. Viertels ausgeglichen und hart umkämpft. Durch einige erfolgreiche Würfe und über die massigen Center eroberte sich der Gastgeber bis zur letzten Spielminute eine 5-Punkte-Führung. Durch einen nervenstarken Auftritt von Mälik Scheikh al Kaar, der in den letzten Sekunden zunächst einen Dreier zum 69:67 traf und dann noch einen Freiwurf zum 69:68 nachlegte, kam es heute zu dem Fotofinish, das wir uns verdient hatten. Der Gegner verwandelte noch einmal 2 Freiwürfe, sodass wir 20 Sekunden vor Schluss mit 3 Punkten hinten lagen. Coach Colak zeichnete in einem letzten Time-Out das zu spielende System auf. Wir setzten alles auf eine Karte, ließen die Uhr zunächst ablaufen, um dann 5 Sekunden vor Schluss durch einen Dreier zuzuschlagen – so die Theorie. Leider verfehlte der Wurf sein Ziel und wir schrammten knapp an der Sensation vorbei.

Trotz der Enttäuschung lobte uns Coach Colak für die heutige Partie. Mit einer ähnlichen Leistung wären wir gegen die meisten Gegner der Liga als Sieger vom Platz gegangen. Die Chance dazu bietet das nächste Spiel gegen den Abstiegskandidaten Lüdenscheid, die wir im Hinspiel bereits mit 65:57 besiegten.

Lichtner (0), Scheikh-Al-Kaar (11), Franke (6), Willfried (1), Siepmann (5), Hauschild (1), Kluge (19), Wessler (8), Sklareck (9), Bosselmann (5), Winkelmann (3), Freiwürfe: 19/26 (73%)

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Eingetragen von: Jan-Carl Stegert

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