Am heutigen Spieltag waren wir beim TV Freudenberg zu Gast. Freudenberg ist der zweite Aufsteiger aus dem Raum Siegen in unserer Liga. Das Team gewann zu Saisonbeginn gleich 3 von 4 Spielen, von den nächsten 10 allerdings nur noch 2. Nach zuletzt 5 Niederlagen in Folge stecken die Gastgeber in der Krise. Mit durchschnittlich 85 zugelassenen Punkten stellen sie die löchrigste Defensive der Liga. Vor dem Spiel waren sie mit uns punktgleich und damit – wie wir – nur einen Punkt von dem drittletzten Platz entfernt, der in diesem Jahr den Abstieg bedeuten könnte. Das Hinspiel hatten wir gegen die Freudenberger knapp mit 4 Punkten verloren. Aufgrund der Tabellensituation nahmen wir das heutige Spiel sehr ernst. Das Ziel war, den direkten Vergleich noch zu gewinnen.
Wir kamen hervorragend ins Spiel. Aufbauspieler Franke legte von Anfang an ein hohes Tempo vor, punktete selbst und legte im Fastbreak gut auf seine Mitspieler ab. Wir liefen einen Schnellangriff nach dem nächsten, während wir in der Defensive im ganzen ersten Viertel nur einen Feldkorb zuließen. Mit einigen Freiwürfen brachten es die Freudenberger in den ersten 10 Minuten auf 8 Punkte, während wir bereits mit 24 davonzogen.
Da wir in der Vergangenheit ähnliche Vorsprünge das eine oder andere Mal wieder eingebüßt hatten, nahmen wir uns auch für das zweite Viertel vor, konzentriert zu arbeiten. Es funktionierte: Nach den ersten 5 Minuten hatten wir uns mit einem Korb des hervorragend spielenden Fabian Sklareck auf 10:41 abgesetzt. Wir bauten den Vorsprung bis zur Hälfte auf 34 Punkte aus (22:56).
In der Halbzeitpause warnte Coach Colak uns noch einmal, nicht nachzulassen. Die Freudenberger hätten nun nichts mehr zu verlieren und würden ihr Glück in wilden, aber sicherlich auch mal erfolgreichen Aktionen versuchen. Nachdem unsere Verteidigung in der ersten Hälfte nur 22 Punkte zugelassen hatte, brachten es die Freudenberger allein im 3. Viertel nun plötzlich auf 29. Dabei war unsere Defensive weiterhin gut, einzig beim Rebounden ließen wir den Gastgebern zu häufig den Vortritt. Den Unterschied machten in diesem Viertel 5 getroffene Dreier der Gegner, zum größten Teil schwierige Würfe direkt am Verteidiger. Wir gewannen das Viertel dennoch knapp, da wir in der Offensive konsequent weiter das Tempo hoch hielten. Wir legten noch einmal 30 Punkte nach und führten nach 3 Vierteln mit 35 Punkten (51-86).
In diesem Spiel brannte nichts mehr an. Das letzte Viertel verlief ausgeglichen. Mit etwas zittriger Hand versenkte Sklareck einen Freiwurf zum 100. Punkt – das erste Mal in dieser Saison punkteten wir dreistellig. Topscorer wurde heute Center Janis Kluge mit 22 Punkten, dicht gefolgt von Ulf Winkelmann und Fabian Sklareck, die je 20 Punkte erzielten. Mit dem Endergebnis von 73:108 war auch Coach Colak sichtlich zufrieden. Zwar spielten wir mit 19 Ballverlusten nicht ganz fehlerfrei, allerdings stimmte das Tempo und das Selbstvertrauen in den Aktionen.
Im nächsten Auswärtsspiel wird es deutlich schwerer. Es geht zum Tabellenführer nach Schwelm, wo wir auch mit dem heutigen Sieg im Rücken der klare Underdog sind. Allerdings haben wir in dieser Rolle in der Vergangenheit nie schlecht gespielt, sodass wir am kommenden Samstag in Schwelm auf ein spannendes Spiel hoffen.
Lichtner (2), Scheikh-Al-Kaar (4), Franke (14), Siepmann (9), Hauschild (10), Kluge (22), Wessler (7), Sklareck (20), Winkelmann (20), Freiwürfe: 15/21 (71%)


